Anfahrt und Zugang zum Corcovado
Bahn:
Die einfachste und am besten bekannte Option zum Erreichen des Gipfel des Corcovado und der Christustatue von Rio de Janeiro ist die Corcovado Bahnlinie, ab der Station Cosme Velho im gleichnamigen Stadtteil. (Detailinfos dazu gibt es hier).

Auto:
Mit dem eigenen Fahrzeug erreicht man den Gipfel des Corcovado über die Estrada das Paineiras. Unter der Woche wird diese Strecke nur wenig befahren, und der Ausflug sollte nur in Begleitung von Ortskundigen unternommen werden, am Wochenende kann dagegen es zu zähflüssigen Staus kommen. Im Stadteil Cosme Velho fährt man zunächst auf der Rua Cosme Velho bis zur Auffahrt der Ladeira dos Guararapes und biegt in diese ein. Von der Ladeira dos Guararapes biegt man rechts in die steile Rua Conselheiro Lampréia ein, und fährt von dort weiter bis zur einer ausgeschilderten Kreuzung ("Corcovado-Mirante"), an der man links in die Estrada das Paineiras einbiegt. Ab hier ist der Weg durchgehend ausgeschildert. An der folgenden Kreuzung mit der Estrada do Mirante Dona Marta hält man sich rechts bis zum Largo das Paineiras und der Bahnhaltestelle Estação Paineiras. Von dort geht es links in die Estrada do Corcovado bis zum Posten der Umweltbehörde IBAMA und noch etwa 2,5 km weiter bis zu dem Parkplätzen am Gipfel. Die Gebühr für die Zufahrt beträgt R$5 pro Person plus R$8 für das Fahrzeug.

Wichtig:
Die IBAMA behält sich vor, den Zugang für Privatfahrzeuge zum Teilstück zwischen der Estação Paineiras und dem Gipfel bei Bedarf zu limitieren bzw. ganz zu schliessen. In diesem Fall muss man das Fahrzeug auf dem Parkplatz der Estacao de Paineiras lassen und von dort einen der zertifizierten Kleinbusse (R$13) bis zum Gipfel nehmen (auch hier kann es an Wochenenden wegen des grossen Andrangs zu Verzögerungen kommen.)

Zu Fuss:
Die Bahnhaltestelle Estação Paineiras liegt auf etwa drei Viertel der Strecke zum Gipfel des Corcovado. Besucher können die restlichen 2500 Meter durch den Corcovado Nationalpark bis zum Gipfel zu Fuss zurückzulegen. Eintritt (5$) bezahlt man am Parkeingang nahe der Estação Paineiras. Zusätzlich existieren diverse ungekennzeichnete Waldwege von der Stadt zum Gipfel des Corcovado, wie zum Beispiel der vom Parque Lage in der Zona Sul, die aber in keinem Fall ohne ortskundige Begleitung begangen werden sollten. Da zudem der Eintritt nicht am Gipfel sondern am Parkeingang an der Estação Paineiras fällig wird, gerät man nach einer Besteigung des Corcovado über wilde Pfade nach der Ankunft am Gipfel unter Erklärungsbedarf !

Barrierefreiheit:
Seit der Fertigstellung der Aufzüge und Rolltreppen im Jahre 2003 ist ein Besuch der Christusstatue auch für Gehbehinderte möglich. Für die Strecke von der Stadt zum Gipfel sind die Corcovado Bahn bzw. gecharterte Fahrzeuge die günstigsten Optionen für Behinderte. Seit der Schliessung des Teilstücks der Strasse durch den Nationalpark ist eine Anfahrt mit dem Privatwagen nicht mehr zu empfehlen, zumal Behinderte von dieser Regelung nicht ausgenommen sind. Die Bodenstation der Corcovado Bahn im Stadteil Cosme Velho ist mit durchgehend ebenen Flächen und speziellen WCs barriefrei. Die Wagons selbst bieten Haltevorrichtungen für Rollstühle während der steilen Auffahrt.

Die Gipfelstation gilt als nicht vollständig barrierefrei - dort kann beim Ausstieg wegen einer Rampe Hilfestellung nötig werden. Von dort aus geht es zunächst mit dem barreifreien Panorama-Aufzug zum Gipfel. Bis zur Fertigstellung der Fahrstühle und Rolltreppen im Jahre 2003 führte der einzige Zugang zur Statue über eine Treppe mit 105 Stufen und blieb so für viele Behinderte so gut wie verwehrt. Barrierefreiheit zählte zu den zentralen Themen während der Umbauten, gewisse Einschränkungen blieben jedoch erhalten, da auf diverse historische Strukturen Rücksicht genommen werden musste. Von Vorteil sind daherl Aktivrollstühle bzw. ultraleichte Rollatoren wie der Rollator Troja. Zugang zur Christusstatue selbst bieten Rolltreppen, die aus Sicherheitsgründenvon Rollstuhlfahrern nicht ohne Hilfestellung von hierzu bereitstehendem Personal genutzt werden dürfen.  Auch die Aussichtsplattform selbst ist leider nicht durchgehend barriefrei, unter anderem ist der Zugang zum Ausblick in Richtung der Guanabara Bucht nur unter Hilfestellung möglich.