Cristo Redentor, Rio de Janeiro, Brasilien

Cristo Redentor (Christus der Erlöser) ist der Name des Wahrzeiches von Rio de Janeiro, einer 39 Meter hohen Statue aus Stahlbeton und Speckstein, auf dem Gipfel des Morro do Corcovado Berges hoch über der Stadt. Die Statue ist weltberühmt und gilt vielen als Symbol Brasiliens schlechthin. Kein Besucher von Rio de Janeiro, der beim Anblick der atemberaubenden Szenerie, deren Zentrum sie bildet, nicht ins Schwärmen verfällt, kaum ein Film oder Artikel über die Stadt, der sie nicht zeigt oder ihre Präsenz zitiert. Alle wichtigen Attraktionen von Rio de Janeiro sind von der 700 Meter über dem Meer gelegenen Plattform der Statue aus zu sehen: Der Zuckerhut, die berühmten Strände von Copacabana und Ipanema, der Lagoa de Freitas See, das dicht bewaldete Granitmassiv der Serra da Tijuca, das Maracanã Fussballstadion ebenso wie das Zentrum und der Hafen der Stadt an der riesigen Bucht von Guanabara. Unentbehrlicher Kompass für die Cariocas und unvergessliches Erlebnis für Touristen, segnet der Cristo Redentor seit seiner Einweihung im Jahre 1932 seine "Cidade Maravilhosa", einer der schönsten Städte dieser Welt. 

Die zeitlose Szenere der Christusstatue mit den sie umrahmenden Grantifelsen und dichten Wäldern wird in unzähligen Liedern besungen (zu den bekanntensten zählen "Corcovado"und "Samba do Avião", aus der Feder von Antonio Carlos Jobim). Am 7. Juli 2007 wurde der Cristo Redentor bei einer von der New7Wonders Foundation/New Open World Corporation (NOWC) des Filmemachers Bernhard Weber über das Internet abgehaltenen Abstimmung zusammen mit der chineischen Mauer, dem Taj Mahal, dem Machu Picchu, dem Kolosseum, der Aztkenpyramide von Itzá und der jordanischen Felsenstadt Petra zu einem der Sieben Weltwunder der Neuzeit gekürt. Mit Recht, denn kaum irgendwo sonst auf der Welt liegen kraftvolle Natur und pulsierende Großstadt so nah und so harmonisch beieinander wie hier.

Die Idee Plan zum Bau einer Christusstatue auf dem Morro do Corcovado entstand 1921, im Vorfeld des 100. Jahrestags der Unabhängigkeit Brasiliens. Planung, Finanzierung und Bau der insgesamt fast 40 Meter hohen Art Deco Statue direkt am 700 Meter tiefen Abgrund nahmen über 10 Jahre in Anspruch. Die Spannweite der Figur beträgt, von Finger zu Finger, 28 Meter, und ihr Gesamtgewicht über 1145 Tonnen. Kopf und  Hände der Statue wurden von dem französischen Bildhauer Paul Landowski in Paris als Gipsmodelle angefertigt und anschliessend in Brasilien gegossen. Der Stahlbetonkorpus der Statue ist von einem feinen Mosaik aus Specksteindreiecken bedeckt, das sie effizient vor Witterungseinfüsen schützt. 2006, zum Anlass des 75. Jubiläums seiner Einweihung, wurde der Christo Redentor zu einem offiziellen katholischen Wallfahrtsort.